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Schwarz Digits zur digitalen Souveränität in Europa
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Digitalisierung

Schwarz Digits zur digitalen Souveränität in Europa

Schwarz Digits zur digitalen Souveränität in Europa

Claudia Alsdorf, Geschäftsführerin Business Development bei Schwarz Digits, hat sich in einem Interview mit t3n zur aktuellen Situation der digitalen Souveränität in Europa geäußert. Sie betont, dass 70 Prozent der europäischen Cloud-Infrastruktur in den Händen von drei US-Konzernen liegt. Diese Dominanz stellt eine erhebliche Herausforderung für europäische Unternehmen dar, die ihre digitale Unabhängigkeit wahren möchten. Alsdorf kritisiert die oft zögerliche Haltung der IT-Abteilungen in Unternehmen, die in der Regel keine Veränderungen an bestehenden Systemen vornehmen wollen. Diese Zurückhaltung behindert die Entwicklung und Implementierung neuer, innovativer Lösungen, die für die digitale Souveränität notwendig sind.

Sie fordert eine proaktive Herangehensweise, um die Abhängigkeit von US-Anbietern zu reduzieren. Schwarz Digits verfolgt eine Strategie, die auf der Entwicklung eigener Lösungen basiert, um den europäischen Markt zu stärken. Das Unternehmen setzt auf Partnerschaften mit anderen europäischen Firmen, um eine alternative Cloud-Infrastruktur aufzubauen. Diese Initiative soll dazu beitragen, die Kontrolle über Daten und Systeme zurückzugewinnen und die digitale Souveränität zu fördern. Die Geschäftsführerin hebt hervor, dass die Zusammenarbeit mit den USA nicht ausgeschlossen ist, jedoch unter dem Vorbehalt erfolgen muss, dass europäische Standards und Datenschutzrichtlinien eingehalten werden.

Dies erfordere eine klare Positionierung und Verhandlungsmacht seitens der europäischen Unternehmen. Die Schaffung eines fairen Wettbewerbsumfelds sei entscheidend für den Erfolg dieser Strategie. Ein weiterer Aspekt, den Alsdorf anspricht, ist die Notwendigkeit, die digitale Bildung in Europa zu fördern. Sie sieht hierin einen Schlüssel zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Eine gut ausgebildete Belegschaft sei unerlässlich, um innovative Technologien zu entwickeln und anzuwenden.

Alsdorf betont, dass die digitale Souveränität nicht nur eine technische Herausforderung ist, sondern auch eine gesellschaftliche. Die Bürger müssen über die Bedeutung von Datenschutz und Datensicherheit aufgeklärt werden, um ein Bewusstsein für die Thematik zu schaffen. Nur so könne eine breite Unterstützung für die notwendigen Veränderungen in der digitalen Infrastruktur erreicht werden. Die Diskussion um digitale Souveränität wird durch aktuelle geopolitische Entwicklungen weiter angeheizt. Die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern wird zunehmend als Risiko wahrgenommen, insbesondere im Hinblick auf nationale Sicherheitsinteressen.

Europäische Unternehmen sind gefordert, Lösungen zu finden, die sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch sicher sind. Schwarz Digits plant, in den kommenden Jahren verstärkt in Forschung und Entwicklung zu investieren, um innovative Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Diese Investitionen sollen dazu beitragen, die digitale Infrastruktur in Europa zu modernisieren und die Abhängigkeit von US-Anbietern zu verringern. Die ersten Ergebnisse dieser Strategie werden für das Jahr 2027 erwartet. „Die IT-Abteilung will in der Regel nichts ändern“, so Alsdorf über die Herausforderungen in Unternehmen.

Tags: Cloud digitale Souveränität Europa Schwarz Digits IT-Sicherheit

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Sarah E.
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