Neue Android-Malware kombiniert Ransomware und Spyware
Eine neu entdeckte Schadsoftware namens Mantax Otax zielt auf Android-Geräte ab und kombiniert Ransomware mit Spyware. Berichten zufolge verschlüsselt die Malware Daten, stiehlt sensible Informationen und versendet Spam-Nachrichten an die Opfer. Die Sicherheitsplattform Bleepingcomputer hat die Malware identifiziert, die anscheinend von Entwicklern in Indonesien verbreitet wird. Die Verbreitung erfolgt hauptsächlich über APK-Dateien, die außerhalb des offiziellen Google Play Stores gehostet werden. Nutzer werden gezielt durch Phishing- und Social-Engineering-Nachrichten angesprochen, um die Malware zu installieren.
Nach der Installation fordert die Schadsoftware Berechtigungen für den Barrierefreiheitsdienst, was ihr umfassende Kontrolle über das Gerät ermöglicht. Nach der Installation ruft Mantax Otax ihre Command-and-Control-Infrastruktur (C2) über eine Domain von GitHub ab. Dabei sendet die Malware Informationen über das Opfer zurück, darunter Standort, Mobilfunkanbieter, Android-Version und Geräte-ID. Die C2 kann dann Befehle über Firebase oder WebSockets an das infizierte Gerät senden. Die Malware richtet erheblichen Schaden an, indem sie Daten auf Geräten mit älteren Android-Versionen verschlüsselt.
Laut dem Mobil-Sicherheitsunternehmen Zimperium wird ein opferspezifischer AES-Schlüssel verwendet, um bestimmte Dateitypen zu verschlüsseln. Die Originaldateien werden gelöscht und durch verschlüsselte Kopien mit der Dateiendung „.enc“ ersetzt. Zusätzlich zu den Lösegeldforderungen ersetzt die Malware lokale Bilder durch Erpressungsnachrichten und öffnet einen Vollbild-Chat, um Verhandlungen über die Lösegeldzahlung zu ermöglichen. Neben der Verschlüsselung stiehlt Mantax Otax auch PINs für den Sperrbildschirm, liest SMS und Einmalpasswörter und hat Zugriff auf Anrufprotokolle, Kontakte, Browserverlauf und WhatsApp-Nachrichten. Ein besonders besorgniserregendes Merkmal der Malware ist die Fähigkeit, heimlich Fotos mit der Kamera des Geräts aufzunehmen.
Nutzer, die Android-Versionen 9 oder älter verwenden, sind besonders gefährdet, während Geräte mit Android 10 oder neuer weitgehend geschützt sind. Dies verdeutlicht die Risiken, die mit der Nutzung veralteter Android-Versionen verbunden sind. Aktuell scheinen die Angriffe vor allem auf Nutzer in Indonesien abzuzielen. Um sich zu schützen, wird empfohlen, Google Play Protect zu aktivieren, da dieser Virenscanner Mantax Otax erkennen kann. Zudem sollten Nutzer keine APK-Dateien von außerhalb des Google Play Stores installieren und sicherstellen, dass sie regelmäßig auf die neueste Android-Version aktualisieren.
Die neueste Android-Generation ist derzeit Android 17. Sicherheitsforscher raten dazu, zusätzliche Virenscanner zu installieren, um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten. Die Bedrohung durch Mantax Otax zeigt, wie wichtig es ist, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und Software regelmäßig zu aktualisieren. Die Malware wurde erstmals im September 2026 identifiziert und stellt eine ernsthafte Bedrohung für Android-Nutzer dar, insbesondere in Regionen mit einer hohen Verbreitung älterer Android-Versionen.
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