Google ändert Backup-Richtlinien für Android-Nutzer
Google hat angekündigt, dass ab dem 7. August 2026 alle Daten von Android-Sicherungen auf den Speicherplatz im Google-Konto angerechnet werden. Diese Änderung betrifft sowohl neue als auch bestehende Nutzer, wobei letztere eine Schonfrist von 45 Tagen erhalten, um sich auf die neuen Richtlinien einzustellen. Bisher wurden nur Inhalte in Google Fotos sowie Bilder und Videos in MMS-Sicherungen auf das Speicherkontingent angerechnet. Die neue Regelung umfasst alle gesicherten Daten, darunter SMS, Anruflisten, Geräteeinstellungen und App-Einstellungen.
Google informiert die Nutzer per E-Mail über die bevorstehenden Änderungen und betont, dass die Auswirkungen dieser Anpassung als begrenzt eingeschätzt werden. Durchschnittlich wird erwartet, dass Android-Sicherungen etwa 40 Megabyte zusätzlichen Speicherplatz beanspruchen. Mit der Einführung dieser Richtlinie wird auch ein neues Steuerelement bereitgestellt, das den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Sicherungen gibt. Nutzer können künftig selbst entscheiden, welche App-Daten gesichert werden sollen und welche nicht. Diese Funktion soll es ermöglichen, gezielt Daten auszuwählen, die für die Sicherung relevant sind.
Zusätzlich wird es bald möglich sein, Geräteeinstellungen, Anrufverlauf sowie SMS- und MMS-Nachrichten von der Sicherung auszuschließen. Diese neuen Optionen sollen den Nutzern helfen, ihren Speicherplatz effizienter zu verwalten und unerwünschte Daten von der Sicherung auszuschließen. Im Mai 2026 hat Google bereits den kostenlosen Speicherplatz für neue Konten von 15 Gigabyte auf 5 Gigabyte reduziert, es sei denn, der Nutzer verknüpft eine Telefonnummer mit dem Konto. Diese Maßnahme könnte dazu führen, dass Nutzer, die bereits viele Daten in der Google Cloud gesichert haben, Schwierigkeiten haben, ausreichend Speicherplatz für ihre neuen Sicherungen zu finden. Wenn das Speicherplatzlimit des Google-Kontos überschritten wird, pausieren automatische Sicherungen, bis Nutzer entweder Speicherplatz freigeben oder ein Upgrade auf ein kostenpflichtiges Abo durchführen.
Google bietet verschiedene Speicherpläne an, darunter 100 GB für 1,99 Euro monatlich und 2 TB für 9,99 Euro monatlich. Die Änderungen sind Teil von Googles Bestrebungen, die Nutzererfahrung zu verbessern und gleichzeitig die Kontrolle über persönliche Daten zu stärken. Die neuen Backup-Funktionen sollen es den Nutzern ermöglichen, ihre Daten besser zu verwalten und sicherzustellen, dass nur relevante Informationen gesichert werden. Die Anpassungen an den Backup-Richtlinien könnten auch Auswirkungen auf die Nutzung von Drittanbieter-Backup-Lösungen haben, da Nutzer möglicherweise alternative Methoden in Betracht ziehen, um ihre Daten zu sichern. Die Entscheidung von Google, die Backup-Daten auf den Speicherplatz anzurechnen, könnte dazu führen, dass Nutzer ihre Backup-Strategien überdenken.
Google hat die Nutzer bereits darüber informiert, dass die neuen Richtlinien ab dem 7. August 2026 in Kraft treten werden. Die Nutzer sind aufgefordert, ihre Speicherplatznutzung zu überprüfen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass ihre Daten weiterhin gesichert werden können. "Wir möchten dich über eine bevorstehende Aktualisierung unserer Speicherrichtlinien informieren", heißt es in der E-Mail von Google an die Nutzer.
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