Firefox 159.0.1 schließt kritische Sicherheitslücke
Mozilla hat am 3. November 2026 ein Update auf Version 159.0.1 für den Firefox-Browser veröffentlicht. Dieses Update schließt eine als hochriskant eingestufte Sicherheitslücke mit der CVE-Nummer CVE-2026-120572. Die Schwachstelle beruht auf einem fehlerhaften Umgang mit den Speichergrenzen eines Puffers in der Layout-Komponente des Browsers. Bislang sind keine Angriffe auf diese Schwachstelle bekannt.
Zusätzlich zu der Sicherheitslücke wurden mehrere Bugs behoben. Unter Windows kam es zu Abstürzen des Browsers, wenn bestimmte Sicherheits-Software, insbesondere Xcitium EDR (ehemals Comodo), installiert war. Diese Probleme wurden mit dem aktuellen Update adressiert. Ein weiteres behobenes Problem betraf das kurzzeitig auftauchende Kommandozeilenfenster beim Neustart von Firefox nach einem Update unter Windows.
Auch in den Beschreibungstexten der Einstellungen traten Umbrüche mitten im Wort auf, insbesondere in der türkischen Sprache, was ebenfalls korrigiert wurde. Die Anmeldung mit Passkeys auf Websites, die diese Funktion site-übergreifend teilen, wie Facebook und Instagram, konnte fehlerhaft sein. Dieses Problem wurde ebenfalls im Update behandelt. Zudem wurde die Sichtbarkeit eines Punktes, der als Markierung für einen Tab dient, verbessert, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen.
Die Hauptversion Firefox 159, die am 28. Oktober 2026 veröffentlicht wurde, bringt zahlreiche neue Funktionen mit sich. Dazu gehört ein neues Passwort-Tool, das standardmäßig in der Sidebar aktiv ist. Nutzer können ihre in Firefox gespeicherten Passwörter direkt in der Sidebar einsehen, ohne das Tool vorher aktivieren zu müssen. Ein weiteres Highlight ist das KI-basierte intelligente Fenster, das es Nutzern ermöglicht, Websites auf Änderungen zu überwachen, wie etwa neue Blogbeiträge oder Preisänderungen.
Diese Funktion wird schrittweise eingeführt und steht nicht sofort allen Nutzern zur Verfügung. In Deutschland wird die Funktion voraussichtlich noch in diesem Jahr verfügbar sein. Im Sicherheitsbericht für Firefox 159 listet Mozilla insgesamt 167 geschlossene Sicherheitslücken auf. Davon wurden 65 von externen Sicherheitsforschern entdeckt. Besonders hervorzuheben ist Amy Burnett von OpenAI, die sieben Meldungen beigesteuert hat.
Mozilla stuft 108 dieser Schwachstellen als hochriskant ein, 52 als mittel und 7 als niedrig. Unter den geschlossenen Sicherheitslücken befinden sich 97 Use-after-free-Lücken (UAF), die potenziell ausgenutzt werden könnten. Die Schließung dieser Lücken ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Sicherheit des Browsers. Die nächste Hauptversion, Firefox 160, ist bereits für den 10. November 2026 geplant.
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