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BfV warnt vor steigenden Risiken durch ausländische Angreif
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BfV warnt vor steigenden Risiken durch ausländische Angreifer

BfV warnt vor steigenden Risiken durch ausländische Angreifer

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Sinan Selen, hat am 20. März 2026 bei einer Tagung mit dem Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (VSW) auf einen signifikanten Anstieg von Spionage, Sabotage und gefährlichen Aktionen gegen Deutschland hingewiesen. Selen betonte, dass ausländische Angreifer einen "höheren Risikoappetit" zeigen und "variable Methoden" anwenden. Dies schaffe einen wachsenden Druck auf die Sicherheitslage in Deutschland. Besonders im Fokus der ausländischen Operationen stehen die Logistikbranche sowie der Rüstungs- und Technologiesektor.

Selen bezeichnete Russland als den "maßgeblichen Kontrahenten", stellte jedoch klar, dass es auch andere Akteure gebe, die eine Bedrohung darstellen. Die Wahrnehmung Deutschlands als "Gegner, mitunter als Feind Nummer eins" durch Russland verstärke die Risiken. Ein Beispiel für die Gefahren, die aus solchen Aktivitäten resultieren können, lieferte die Botschafterin Estlands, Marika Linntam. Sie berichtete von einem Brandanschlag auf ein ukrainisches Restaurant in Tallinn, der sich später als Einflussoperation des russischen Geheimdienstes herausstellte. Solche Vorfälle verdeutlichen die Taktiken, die zur Verunsicherung der Bevölkerung eingesetzt werden, einschließlich der Verbreitung von Videos über soziale Medien.

Im Rahmen der Tagung wurde auch die bevorstehende Gründung eines Gemeinsamen Abwehrzentrums Hybrid angekündigt. Diese Plattform soll den Informationsaustausch zwischen Verfassungsschutz, Polizei und Generalbundesanwalt fördern und die Wirtschaft stärker einbinden. Selen erklärte, dass die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden und der Wirtschaft entscheidend sei, um den Herausforderungen der hybriden Kriegsführung zu begegnen. VSW-Präsident Johannes Strümpfel berichtete, dass viele Unternehmen bereits in Cyberabwehr investieren und Krisenpläne erstellen, um ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Er forderte jedoch auch eine rechtliche Grundlage für den Informationsaustausch zwischen Wirtschaft und Behörden, um die Effizienz der Abwehrmaßnahmen zu steigern.

Ulrike Zeiler, Personalvorständin der Allianz Versicherungs AG, wies auf ein weiteres Problem hin: Unternehmen hätten oft keinen Überblick darüber, welche Mitarbeiter im Katastrophen- oder Verteidigungsfall nicht verfügbar seien, da sie als Reservisten oder Ehrenamtliche andere Aufgaben übernehmen müssten. Datenschutzrechtliche Bestimmungen erschwerten derzeit die Abfrage dieser Informationen. Hybride Kriegsführung umfasst eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln. Diese Taktiken zielen darauf ab, auch die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Cyberattacken, die von staatlichen Akteuren ausgehen, sind ein zentraler Bestandteil dieser Strategie.

Die 15. Sicherheitstagung von BfV und VSW stand unter dem Titel "Abwehrbereit? - Deutschlands Widerstandsfähigkeit gegen hybride Bedrohungen". Die Teilnehmer diskutierten verschiedene Ansätze zur Stärkung der Sicherheitsarchitektur in Deutschland und die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren. Die Sicherheitsbehörden in Deutschland stehen vor der Herausforderung, sich an die sich verändernden Bedrohungen anzupassen.

Selen betonte, dass die Sicherheitslage ernst genommen werden müsse, um die Integrität und Stabilität des Landes zu gewährleisten. Der Verfassungsschutz wird weiterhin die Entwicklungen beobachten und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Die Tagung fand am 20. März 2026 statt und brachte zahlreiche Experten aus dem Bereich Sicherheit und Wirtschaft zusammen, um über die aktuellen Herausforderungen und Lösungen zu diskutieren.

Tags: BfV Sicherheit Spionage Cyberangriffe Russland hybride Kriegsführung

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