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Bundeswehr plant Kauf von Kamikazedrohnen
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Bundeswehr plant Kauf von Kamikazedrohnen

Bundeswehr plant Kauf von Kamikazedrohnen

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat am 24. Februar 2026 den Kauf von Kamikazedrohnen für die Bundeswehr genehmigt. Die Entscheidung folgt auf Pläne des Verteidigungsministeriums, Waffensysteme der deutschen Hersteller Helsing und Stark Defence im Umfang von zunächst rund 540 Millionen Euro zu bestellen. Diese Drohnen haben sich im Ukraine-Konflikt als entscheidend erwiesen und sollen nun auch die Fähigkeiten der Bundeswehr stärken. Die Haushaltspolitiker billigten die Pläne, setzten jedoch eine Obergrenze für zukünftige Käufe auf jeweils eine Milliarde Euro.

Zudem wurden dem Ministerium Berichtspflichten auferlegt, um die Verwendung der Mittel zu überwachen. Ein Maßgabebeschluss fordert eine erneute parlamentarische Billigung, bevor weitere Stückzahlen aus den Verträgen abgerufen werden können. Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete den Kauf der Kamikazedrohnen als „wichtigen Schritt“ für die Bundeswehr. Er betonte, dass die Bundeswehr von den Erfahrungen der ukrainischen Streitkräfte profitiere und durch Rüstungskooperationen lerne. Pistorius äußerte jedoch auch Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Relevanz von Drohnen im Krieg und stellte fest: „So sehr es stimmt, dass Drohnen den gegenwärtigen Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, dominieren, so richtig ist es auch, dass keiner weiß, ob das auch in fünf Jahren noch der Fall wäre.“ Die unbemannten Flugsysteme, auch als „Loitering Munition“ bekannt, sind mit Gefechtsköpfen ausgestattet und können längere Zeit über einem Zielgebiet kreisen, bevor sie ein Ziel angreifen.

Diese Technologie hat sich im Ukraine-Krieg als zentral für viele Wirkungstreffer erwiesen. Die Bundeswehr plant, die ersten Kamikazedrohnen an die „Brigade Litauen“ zu liefern, die an der Ostflanke der NATO stationiert ist. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren bis zu 4,4 Milliarden Euro für Kamikazedrohnen ausgegeben werden. In der ersten Tranche werden mehrere Tausend Stück bestellt, wobei die Beschaffung einer fünfstelligen Zahl von Kamikazedrohnen angestrebt wird. Ein dritter möglicher Anbieter, der Rüstungskonzern Rheinmetall, steht ebenfalls bereit, um an der Beschaffung teilzunehmen.

Die Bundeswehr hat bereits Tests mit diesen Waffensystemen durchgeführt und eigene Vorgaben an die Hersteller gestellt. Dadurch erhält die Bundeswehr eine angepasste Version der Drohnen, die sich von den in der Ukraine eingesetzten Modellen unterscheidet. Diese Drohnen gelten nicht mehr als kampferprobt und müssen umfangreiche Prüfungen durch die Bundeswehr bestehen, bevor sie in den Einsatz kommen. Die Entscheidung zur Beschaffung von Kamikazedrohnen ist Teil einer umfassenderen Strategie der Bundeswehr, ihre Fähigkeiten im Bereich unbemannter Systeme zu erweitern.

Erfahrungen aus dem Ukraine-Konflikt haben die Notwendigkeit solcher Systeme verdeutlicht. Die Bundeswehr hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Einsatzbereitschaft und Effektivität im Gefecht zu erhöhen. Die ersten Lieferungen der Kamikazedrohnen sind für das Jahr 2027 geplant, sofern die parlamentarischen Genehmigungen rechtzeitig erteilt werden. Die Bundeswehr wird die neuen Systeme in verschiedenen Szenarien testen, um ihre Einsatzfähigkeit zu evaluieren.

Tags: Bundeswehr Kamikazedrohnen Verteidigung Rüstungskooperation NATO

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Sarah E.
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