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Vodafone, Telekom und O2 starten NG eCall für Autos
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Vodafone, Telekom und O2 starten NG eCall für Autos

Vodafone, Telekom und O2 starten NG eCall für Autos

Die Mobilfunknetzbetreiber Vodafone, Deutsche Telekom und O2 Telefónica haben heute das neue Auto-Notrufsystem Next Generation Emergency Call (NG eCall) offiziell in ihren Netzen gestartet. Dieses System soll im Notfall Standort- und Fahrzeugdaten schneller als bisher an die Notrufzentralen übermitteln.


Ein wesentlicher Unterschied zum bisherigen eCall-System besteht darin, dass NG eCall nicht mehr über die rund 40 Jahre alte Mobilfunktechnologie 2G (GSM) aufgebaut wird. Stattdessen erfolgt die Verbindung über das 4G-(LTE)-Netz und perspektivisch über das 5G-Netz. Das neue System wird jedoch nur dann aktiv, wenn sowohl die Fahrzeuge als auch die Leitstellen NG eCall unterstützen. Andernfalls wird der Notruf weiterhin über das alte eCall-System auf 2G/GSM-Basis abgewickelt.


Das bisherige Notrufsystem eCall bleibt vorerst aktiv, was für viele Fahrzeuge wichtig ist, da sie nur in der Lage sind, den eCall über 2G/GSM zu versenden. Ab 2028 wird 2G/GSM von den deutschen Mobilfunknetzbetreibern abgeschaltet, wobei Vodafone angekündigt hat, 2G bis 2030 für den eCall verfügbar zu halten. O2 hat noch keinen konkreten Abschalttermin genannt. Dies könnte für etwa 5,5 Millionen Autos in Deutschland problematisch werden, da das Fehlen eines funktionierenden eCall als erheblicher Mangel gilt und die Zulassung dieser Fahrzeuge gefährden könnte.


Die Einführung von NG eCall soll die Reaktionszeiten der Rettungsdienste bei Verkehrsunfällen verkürzen. Bei schweren Unfällen wird automatisch eine Telefonverbindung zur Notrufnummer 112 hergestellt und wichtige Informationen wie der Unfallort übermittelt. Die neuen Funktionen von NG eCall versprechen eine schnellere Verbindung zu den Fahrzeuginsassen und beseitigen bestehende Einschränkungen bei der Datenübertragung.


Zusätzlich könnten Dritte neue Anwendungen im Zusammenhang mit Notrufen entwickeln, wie die optionale Übertragung von medizinischen Daten der Fahrzeuginsassen, sofern diese zustimmen. Auch die Übertragung von Live-Bildern könnte in Zukunft möglich sein, was die Effizienz der Notfallversorgung weiter steigern würde.


Die gesetzliche Vorschrift, dass eCall für alle seit dem 31. März 2018 neu typgenehmigten Pkw erforderlich ist, bleibt bestehen. Fahrzeuge, die ab Werk keinen eCall besitzen, sind von der 2G-Abschaltung nicht betroffen. Ältere Modelle, wie ein 50 Jahre alter VW Käfer oder ein 40 Jahre alter W126, können weiterhin ohne Probleme betrieben werden.


Die Mobilfunkanbieter haben betont, dass die Einführung von NG eCall einen bedeutenden Fortschritt in der Notfallkommunikation darstellt. Die verbesserte Technologie soll nicht nur die Sicherheit der Fahrzeuginsassen erhöhen, sondern auch die Effizienz der Rettungsdienste optimieren.

Tags: NG eCall Vodafone Telekom O2 Notrufsystem Verkehrssicherheit Mobilfunk

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