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Todesschüsse in Minneapolis: Beamte verteidigen Vorgehen
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Todesschüsse in Minneapolis: Beamte verteidigen Vorgehen

Todesschüsse in Minneapolis: Beamte verteidigen Vorgehen

Nach den Todesschüssen auf den US-Bürger Alex Pretti in Minneapolis stehen die Aussagen hochrangiger Beamter der Trump-Administration in der Kritik. Diese schildern einen Vorfall, der nicht mit den auf Video festgehaltenen Ereignissen übereinstimmt. Die Behörden betonen, dass die Schüsse rechtens waren, während die Videos eine andere Geschichte erzählen.

Der Leiter der Grenzpatrouille, Gregory Bovino, erklärte in einem Interview mit CNN, dass Pretti versucht habe, eine Strafverfolgungsmaßnahme zu behindern. Er verwies darauf, dass Pretti eine Waffe bei sich trug, was jedoch durch einen Waffenschein legitimiert war. Zudem gibt es keine Beweise dafür, dass Pretti die Waffe benutzen wollte.

Bovino äußerte: "Die Opfer sind die Grenzschutzbeamten. Die Strafverfolgungsbehörden greifen niemanden an." Diese Aussage steht im Widerspruch zu den Videoaufnahmen, die Pretti mit einem Telefon in der Hand zeigen, während er anderen Demonstranten zu helfen versucht.

Die Ministerin für Innere Sicherheit, Kristi Noem, unterstützte Bovinos Darstellung und beschuldigte Pretti, randaliert und die Beamten angegriffen zu haben. Sie erklärte: "Wir wissen, dass er an den Tatort kam und eine Strafverfolgungsmaßnahme behindert hat, was gegen das Bundesgesetz verstößt." Noem bezeichnete Prettis Verhalten als aggressiv und als Widerstand gegen die Beamten.

Die Videos zeigen jedoch, wie Pretti sich zwischen den Beamten und den zu Boden gedrückten Frauen positioniert. Als ein Beamter ihn mit Pfefferspray besprüht, hebt Pretti seinen linken Arm, um sich zu schützen. In der Folge wird er von mehreren Beamten festgehalten und auf Hände und Knie gezwungen.

Während Pretti festgehalten wird, ist auf den Aufnahmen eine Warnung vor einer Waffe zu hören. Ein Beamter nimmt Pretti eine Waffe ab und entfernt sich mit dieser von der Gruppe. Kurz darauf zielt ein anderer Beamter mit einer Handfeuerwaffe auf Prettis Rücken und feuert vier Schüsse ab. Weitere Schüsse sind zu hören, als ein zweiter Beamter ebenfalls auf Pretti schießt.

Der Polizeichef von Minneapolis, Brian O'Hara, äußerte sich zu den Videos und bezeichnete die Darstellung der Trump-Administration als "zutiefst beunruhigend". Diese Vorfälle werfen Fragen zur Rechtmäßigkeit des Vorgehens der Beamten auf und stehen im Kontext einer bereits angespannten Situation in der Stadt.

Die Erschießung von Pretti ist nicht der erste umstrittene Todesfall, der mit dem Einsatz von Bundesbeamten in Verbindung steht. Vor rund zweieinhalb Wochen wurde die 37-jährige Renee Nicole Good ebenfalls durch Bundesbeamte erschossen, was zu ähnlichen Kontroversen führte. Die wiederholte Anwendung von tödlicher Gewalt durch die Behörden hat landesweit Proteste und Forderungen nach mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht ausgelöst.

Tags: Minneapolis Trump Todesschüsse Pretti Polizeigewalt Grenzpatrouille Proteste Innere Sicherheit

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