WhatsApp: IP-Adresse durch Linkvorschau übermittelt
WhatsApp-Nutzer, die Links in ihren Chats teilen, sollten sich der Datenschutzrisiken bewusst sein, die mit der standardmäßig aktivierten Linkvorschau verbunden sind. Diese Funktion sendet eine GET-Anfrage an die Webseite des geteilten Links, wodurch die IP-Adresse des Absenders übermittelt wird. Dies geschieht trotz der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Chats.
Die Übermittlung der IP-Adresse kann für verschiedene Zwecke genutzt werden, darunter das Tracking des Nutzungsverhaltens. Neben der IP-Adresse werden auch weitere Informationen wie die WhatsApp-Version und das verwendete Betriebssystem übermittelt. Diese Daten können potenziell von Angreifern ausgenutzt werden, um gezielte Angriffe durchzuführen.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Hacker versuchen könnten, über offene Ports oder durch DDoS-Angriffe auf die IP-Adresse des Nutzers zuzugreifen. Die Versionsnummer von WhatsApp kann zudem Aufschluss über bestehende Sicherheitslücken geben, die möglicherweise noch nicht durch Updates geschlossen wurden.
Um die eigene IP-Adresse zu schützen, sollten Nutzer die Linkvorschau in den WhatsApp-Einstellungen deaktivieren. Dies kann unter dem Menüpunkt Datenschutz und Erweitert erfolgen. Nach der Deaktivierung wird in Chats keine Vorschau mehr angezeigt, sondern lediglich der Linktext oder die URL.
Zusätzlich können Nutzer die Einstellung IP-Adresse in Anrufen schützen aktivieren, um zu verhindern, dass ihre IP-Adresse während Anrufen übermittelt wird. Diese Option ist ebenfalls unter den Datenschutz-Einstellungen zu finden.
WhatsApp hat in der Vergangenheit bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Kontosicherheit ergriffen. Nutzer sollten sich regelmäßig über die neuesten Datenschutz-Einstellungen informieren und diese anpassen, um ihre Daten zu schützen.
Die aktuelle Version von WhatsApp, die diese Funktionen beinhaltet, ist die Version 2.23.5, die am 15. Januar 2026 veröffentlicht wurde.
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